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In ländlichen Regionen Afrikas bleibt Bluthochdruck oft unbehandelt, weil Gesundheitszentren weit weg sind und Fachkräfte fehlen. Eine Studie der Universität Basel und SolidarMed in Lesotho zeigt auf, wie mit geschulten Laien die Versorgungslücke geschlossen werden kann.
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Eine heute in Nature Medicine publizierte Studie zeigt: Geschulte Dorfbewohner:innen können mit digitaler Entscheidungsunterstützung Bluthochdruck in abgelegenen Regionen wirksamer und ebenso sicher behandeln wie die übliche Versorgung in Gesundheitseinrichtungen.
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Einsatz von Laien in abgelegenen Dörfern
Die medizinischen Laien wurden im Rahmen des SolidarMed-Projekts ComBaCaL (Community-Based Chronic Care Lesotho) geschult. Die Dorfgesundheitsberatenden haben in 113 Dörfern über 16'000 Menschen auf Diabetes und Bluthochdruck untersucht. Dank dieses neuen Vorgehens wurden bis Ende 2024 über 98 Prozent der Erwachsenen in den abgelegenen Dörfern untersucht. Um zu überprüfen, ob der ComBaCaL-Ansatz erfolgreich ist, wurden ungefähr die Hälfte der Menschen nach der Diagnose beraten und an eine Gesundheitseinrichtung überwiesen. Die zweite Hälfte wurde von den Dorfgesundheitsberatenden mithilfe der App betreut und behandelt.
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Die Studie wurde in Lesotho gemeinsam mit der Universität Basel, lokalen Partnern und SolidarMed durchgeführt. Sie liefert erstmals robuste Evidenz dafür, dass laiengestützte Versorgungsmodelle auf Dorfebene einen entscheidenden Beitrag zur Behandlung chronischer Krankheiten leisten können – insbesondere dort, wo medizinisches Fachpersonal fehlt.
Forschung, die Leben verbessert
Ein starkes Beispiel dafür, wie internationale Zusammenarbeit, Schweizer Forschung und praxisnahe Umsetzung zusammenwirken – für eine bessere Gesundheitsversorgung in ländlichen Regionen.
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Starke Partnerschaft
Das Projekt ist Teil des Forschungsprogramms Community Based Chronic Care Lesotho (ComBaCaL) und wird durch TRANSFORM, ein Förderprogramm der DEZA, unterstützt.